24. Februar 2017

Starkes Wachstum für Hamburg im Städtetourismus 2016 – Neuer Jahresrekord im deutschen Incoming-Tourismus


Hamburgs Tourismus ist vergangenes Jahr stärker gewachsen als in anderen Metropolen Deutschlands. Nach Angaben der Hamburg Tourismus GmbH sind 2016 insgesamt 6,6 Mio. Gäste  in die Hansestadt gekommen, 13,3 Mio. Übernachtungen wurden gezählt.  Damit liegt der Zuwachs auch deutlich über dem Wachstum in Deutschland insgesamt (2,6 %).  Zur guten Bilanz trügen auch immer mehr internationale Gäste bei, vor allem aus Dänemark, der Schweiz, Großbritannien, den USA und China. Die Touristiker sehen u. a. die neue Elbphilharmonie als Türöffner für Gäste aus dem Ausland.

Der Berlin-Tourismus ist 2016 moderat um 2,7 % gewachsen. Erstmals kamen mehr als 5 Mio. internationale Gäste in die Hauptstadt, fast 55% waren aus Deutschland. Künftig will Visit Berlin mehr nachhaltige Angebote machen. Köln verzeichnete 2016 ein Gäste-Minus, deshalb setzt KölnTourismus u. a. weiter auf das Projekt #urbanCGN – cologne urban lifestyle. Mit einer Blog-Seite und in sozialen Medien werden Zielgruppen direkt angesprochen – mit individuellen Tipps und „Stories“ zu Lifestyle, Shopping, Kultur, Kindern, Wohnen, Design und Reisen. Demnächst soll es auch auf das Konzept abgestimmte Führungen durch Stadtviertel geben.

Der Incoming-Tourismus für Deutschland ingesamt schließt 2016 mit einem neuen Rekordergebnis ab. Das Statistische Bundesamt zählte 80,8 Mio. Übernachtungen internationaler Gäste. Basierend auf Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten liegen die Zahlen 1,4 Prozent über dem Vorjahr.

Iris Gleicke, Tourismusbeauftragte der Bundesregierung und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundeswirtschaftsministerium, erklärte: „Das zeigt, wie stark unsere Tourismuswirtschaft ist. Toleranz und Weltoffenheit sind elementare Voraussetzungen für diesen Erfolg. Wir werden nicht zulassen, dass ausländerfeindliche Schreihälse den guten Ruf unseres Landes ruinieren!“

Petra Hedorfer, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) kommentierte: „Die besonderen Herausforderungen des Jahres 2016 werden uns auch 2017 beschäftigen. Dazu zählen ökonomische Faktoren wie die Brexit-Thematik, Rezessionen in manchen Quellmärkten, aber auch Sicherheitsaspekte wie die Angst vor Terroranschlägen.“ Trotzdem sieht die DZT das Reiseland Deutschland im internationlen Wettbewerb sehr gut aufgestellt. Die Stärken seien touristische Attraktionen, eine hervorragende Infrastruktur, starke Serviceorientierung und ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.