Baden-Württemberg

Bodensee-Gästeführertage von 2014 bis 2016

Die Teilnehmer des 3. Bodenseegästeführertags in Friedrichshafen 2016 (Foto: Ursula Ippen)
Die Teilnehmer des 3. Bodenseegästeführertags in Friedrichshafen 2016 (Foto: Ursula Ippen)

Austausch der Gästeführer beim „Dialog am See“ –
3. Bodenseegästeführertag in Friedrichshafen im März 2016

Zum dritten Mal trafen sich die Gästeführer des Bodenseeraumes zum „Dialog am See“ mit dem Ziel, den regen Austausch sowie die strukturierte Fortbildung der Gästeführer rund um den See fortzusetzen.
 Gastgeber war die Tourist Information Friedrichshafen, mitorganisiert wurde die Tagung von den Museen in Friedrichshafen, dem Gästeführerverein Lindau und dem Sprecher der Vorarlberg Guides. Rund 130 Gästeführer folgten der Einladung nach Friedrichshafen. Jennifer Brosy, Leiterin der Tourist Information Friedrichshafen, moderierte professionell und charmant das interessante Programm.

Mehr im Cicerone 1-2016

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Foto: Gästeführerverein Lindau Bodensee e. V.

Gelungene Premiere für den 1. Bodensee-Gästeführertag – Treffen am 1.3.2014 in der Lindauer Inselhalle

Carsten Holz, Geschäftsführer der Lindau Tourismus und Kongress GmbH, begrüßte am 1. März 2014 in der Inselhalle Lindau ca. 60 Gastgeber aus Lindau und fast hundert Gästeführer aus der ganzen Bodenseeregion. Dabei betonte er, Gästeführer und Vermieter hätten den persönlichen Kontakt zu den Gästen und könnten die Marke Lindau mit ihrem mediterranen Flair daher am besten emotional vermitteln. Deshalb sei es sinnvoll, sich gegenseitig kennenzulernen und zu vernetzen. In seinem Referat betonte er die besonders ertragreiche wirtschaftliche Komponente der Kongresse und Tagungen für die Stadt Lindau, deren Ertrag in die Millionen gehe.

Kulturamtsleiter Alexander Warmbrunn stellte anhand der Ausstellungen zu Picasso, Chagall und Mirò in den letzten drei Jahren fest, dass sie jedes Jahr in Lindau etwa drei Millionen Euro an Brutto-Wertschöpfung erbracht und Lindau ein positives kulturelles Image verliehen hätten. Heuer gebe es zum 60. Todestag von Henri Matisse eine Ausstellung mit seinen Werken außer in London und New York nur noch in Lindau.

Während die Gastgeber Lindaus in einem eigenen Forum ein Programm der Tourismus und Kongress GmbH Lindau geboten bekamen, freute sich Usula Ippen vom Gästeführerverein Lindau über die Gästeführer aus der ganzen Bodenseeregion und zwei Referenten, die ihrer Einladung gefolgt waren. Christian Frick, Schatzmeister des BVGD, referierte in humorvoller Weise über rechtliche Aspekte vor und nach der Führung. Und Dr. Markus Naser, Akademischer Rat an der Universität Würzburg, beschäftigte sich mit der Geschichte der Reichsstadt Lindau und räumte dabei mit dem Begriff „Freie Reichsstadt“ auf: „Freie Reichsstädte“ habe es nie gegeben. Lindau war im 13. Jahrhundert unter den Staufern eine Reichsstadt geworden, was die ihnen folgenden Habsburger dann bestätigten.

Ein besonderes Schmankerl waren nicht nur für die Gästeführer aus der Bodenseeregion die sieben Führungen, die die Lindauer Kolleginnen zum Abschluss anboten. Selbst Einheimische bekamen Einblicke nicht nur in die historischen Besonderheiten ihrer Stadt sondern auch Zugang zu Häusern und Höfen, der normalerweise nicht möglich ist.

Das beste Ergebnis dieser Tagung ist mit Sicherheit die Einigkeit darüber, dass solche Treffen nun jährlich stattfinden sollten, jeweils in einer anderen Stadt der Bodensee-Region. Die vielen E-Mails aus Vorarlberg, der Schweiz und aus Deutschland an die Vorsitzende des Gästeführervereins, Ursula Ippen, sind ein Beweis dafür. Der Sprecher der Austrian Gides Vorarlberg, Christioph Jungblut, signalisierte bereits, dass die nächste Tagung der Bodensee-Gästeführer in Bregenz stattfinden kann. Das Treffen in Lindau war also eine gelungene Premiere!

Hermann Dorfmüller,
Gästeführerverein Lindau Bodensee e. V.
www.gaestefuehrerverein-lindau.de