Bayern

Bayerische Gästeführertage 2013 - 2016

15. Bayerischer Gästeführertag am 13./14. Jan. 2017 in Passau

Bayerischer Gästeführertag im Januar 2017 im Passauer Rathaus (Foto: G. Reichlmayr)

Zum 15. Bayerischen Gästeführertag in Passau kamen 150 Teilnehmer aus 25 Vereinen zur Fortbildung und zum Austausch zusammen. Der historische Ratssaal in der Domstadt mit den drei Flüssen bot dafür die perfekte Kulisse. Zur Begrüßung sagte Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Die Gästeführer vermitteln ganz authentisch die Kultur, die Geschichte, die Menschen Niederbayerns und das Leben Passaus.“

Für Gästeführer und Partner aus dem Tourismus war jede Menge Inhalt geboten: ein Kompaktseminar „Nonverbale Kommunikation“ und Fachvorträge zu Themen wie Lutherjahr, Deutsche Gartengeschichte, Bayerns Flüsse, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und bayerische Mundartforschung. Alle Programmpunkte waren für die BVGD-Gästeführerqualifizierung DIN EN anrechenbar.

Gäste des Fachtages waren auch Kollegen aus der Schweiz, Tschechien und Österreich, Vertreter aus Politik und Tourismuswirtschaft in Deutschland und Österreich sowie Vertreter des BVGD und des Weltverbands der Gästeführer (WFTGA). Verantwortlich für die Tagung zeichnete wieder der Münchner Gästeführer Verein. Gastgeber war der Passauer Stadtführer e. V. , dessen Mitglieder durch die Stadt führten und eine Vorführung der imposanten Domorgel organisierten.

14. Bayerischer Gästeführertag am 15./16. Jan. 2016 in Nürnberg

Die Teilnehmer des 14. Bayerischen Gästeführertags in Nürnberg vor dem Tagungsort Bayerisches Heimatministerium
Die Teilnehmer des 14. Bayerischen Gästeführertags in Nürnberg vor dem Tagungsort Bayerisches Heimatministerium (Foto: G. Reichlmayr)

Auf dem Bayerischen Gästeführertag 2016 in Nürnberg kamen 160 Teilnehmer aus knapp 30 bayerischen Vereinen zur Fortbildung und zum Austausch zusammen. Zum Tagungsort im Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat kamen auch Vertreter aus Politik und Tourismuswirtschaft, Kolleginnen und Kollegen aus der Schweiz und Österreich, Vertreter der Österreichischen Wirtschaftskammer, des Bundesverbandes der Gästeführer (BVGD) und der World Federation of Tourist Guide Associations (WFTGA). Die Veranstaltung ist ein geschätztes und erfolgreiches Podium für Meinungsaustausch, Kontaktpflege und Fortbildung.

Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly bei der Begrüßung der Tagungsteilnehmer im Rathaus
Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly bei der Begrüßung der Tagungsteilnehmer im Rathaus (Foto: Christian Denkmann)

„Dürerzeit – Industrialisierung – Kriegszerstörung und Wiederaufbau: Das sind die drei genetischen Fingerabdrücke der Nürnberger Geschichte“, sagte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly beim Empfang im Historischen Rathaussaal. Solche Brüche sichtbar zu machen, sei die Herausforderung der Gästeführer.

Wie wertvoll die lange Friedenszeit in Europa als Voraussetzung für Tourismus ist, unterstrich Tobias Winkler, Geschäftsführender Leiter des Informationsbüros Europäisches Parlament in München, und stellte sich Fragen nach politischer Fortbildung.

Die Organisatoren und Gastgeber der Tagung: Ingrid Jourdant-Kammerer vom Verein der Gästeführer Nürnbergs - „Die Stadtführer“ e.V., Ursula Franz vom Münchner Gästeführer Verein (MGV e.V.) und Team bei der Begrüßung durch Dr. Kai Barisch, Persönlicher Referent im Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat (2.v.l.)
Die Organisatoren und Gastgeber der Tagung bei der Begrüßung durch Dr. Kai Barisch, Persönlicher Referent im Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat (2.v.l.) (Foto: Christian Denkmann)

Ausrichter der Tagung war dieses Jahr der Verein der Gästeführer Nürnbergs – „Die Stadtführer“ e.V.  mit Ingrid Jourdant-Kammerer als Vorsitzende. Organisiert wurde sie wie immer vom Team des Münchner Gästeführer Vereins unter Leitung von Ursula Franz. Nach 14 Jahren gab sie die Projektleitung ab und wurde von vielen Seiten für ihre Verdienste geehrt.

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Filmkulissen, Rokoko und Lüftlmalerei – Bayerischer Gästeführertag vom 16.-17.1.2015 in Landsberg / Lech

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In der Historischen Bibliothek von Landsberg / Lech präsentierten die lokalen Gästeführer eine ganz besondere Modenschau (Foto: Ursula Ippen)

Ursula Franz, Initiatorin und Projektleiterin der Bayerischen Gästeführertage und Sieglinde Soyer, die 1. Vorsitzende des Vereins „Landsberger Gästeführer e. V. am Lechrain“ begrüßten 120 Teilnehmer im Sport- und Verwaltungszentrum von Landsberg am Lech. Die Gäste kamen aus 21 Gästeführervereinen im gesamten Bundesgebiet sowie aus Österreich und der Schweiz. Auch Vertreter von Tourismusinstitutionen nahmen teil. Als Ehrengäste kamen Staatssekretär Franz Josef Pschierer vom Bayer. Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Thomas Eichinger, Landrat des Landkreises Landsberg am Lech sowie der Oberbürgermeister der Stadt Landsberg Mathias Neuner.

Staatssekretär Pschierer wies darauf hin, dass der Tourismus zu den Leitindustrien der bayerischen Wirtschaft zählt und im Ministerium einen hohen Stellenwert genießt. Das Jahr 2014 wird sich für den Tourismus in Bayern voraussichtlich als Rekordjahr erweisen. Die Zahl der Gäste verbesserte sich um 2,5 % auf etwa 30 Millionen, die Zahl der Übernachtungen stieg ebenfalls leicht um 1 % auf 80 Millionen. Pschierer hob die Wichtigkeit der Gästeführer für den Tourismus hervor: „Sie geben dem Freistaat als sympathische Botschafter ein Gesicht“, sagte er.  Umfangreiches Wissen allein reiche für diesen Beruf bei weitem nicht aus, auch der Umgang mit den Gästen wolle gelernt sein. „Dafür ist eine gute Qualifizierung von großer Wichtigkeit“, so Pschierer weiter. „Wir legen Wert auf Qualifizierung und Zertifizierung, denn der Gast will Qualität“.

Georg Reichlmayr, Vorstandsmitglied des Bundesverbands der Gästeführer in Deutschland (BVGD), überbrachte Grüße der BVGD-Vorsitzenden Dr. Ute Jäger. In seinem Vortrag ging er auf die Themen „20 Jahre BVGD – Aufbau von Strukturen und Netzwerken in den letzten 20 Jahren“ ein. Er stellte den „Gästeführer als Botschafter der Region“ heraus und wies auf die enorme Bedeutung der professionellen Ausübung des Berufs Gästeführer.

Verschiedene Fachvorträge steuerten zur Wissenserweiterung der Teilnehmer bei. Dabei ging es um folgende Themen:

– Pestenacker, das prähistorische Weltkulturerbe bei Landsberg (Dr. Sebastian Rieber)

– Die Meister des Landsberger Rokoko – die Gebrüder Zimmermann und Asam (Dr. J.F.S. Lampl)

– Filmkulisse Bayern – Drehorte und Führungen zu Drehorten in Bayern (Ulrike Schillo, Bayern Tourismus)

– Landsbergs Weltenbürger – Sir Hubert von Herkomer (Hartfrid Neunzert)

– Recht auf das eigene Bild, Urheberrecht und geistiges Eigentum (Ass. Jur. Marc-D. Stolzki)

– Gar nicht historisch – Geschichte und Zukunft der Lüftlmalerei (Bernhard Rieger)

Am Ende der Veranstaltung wurde Nürnberg als Austragungsort für den nächsten Bayerischen Gästeführertag vorgestellt, der vom 15. bis zum 16. Januar 2016 stattfinden wird. Interessante Führungen der örtlichen Kolleginnen und Kollegen durch die malerische Altstadt von Landsberg bildeten einen gelungenen Abschluss der Veranstaltung.

Ursula Franz,
Münchner Gästeführer e. V.
www.mgv-muenchen.de

Über die Wertigkeit der Schätze eines alten Kulturlandes – SKH Prinz Luitpold referiert auf dem 12.  Bayerischen Gästeführertag in Garmisch-Partenkirchen

12. Bayerischer Gästeführertag in Garmisch-Partenkirchen 2014 (Foto: G. Reichlmayr)
12. Bayerischer Gästeführertag in Garmisch-Partenkirchen 2014 (Foto: G. Reichlmayr)
Bayerischer Gästeführertag in Garmisch-Partenkirchen 2014 (Foto: G. Reichlmayr)
Bayerischer Gästeführertag in Garmisch-Partenkirchen 2014 (Foto: G. Reichlmayr)

Bereits zum 12. Mal trafen sich Gästeführerinnen und Gästeführer des Freistaats zu Jahresbeginn, um sich zwei Tage lang intensiven Fortbildungen zu widmen. Dem Veranstaltungsteam vom Münchner Gästeführer Verein (MGV) gelang es, Seine Königliche Hoheit Prinz Luitpold von Bayern (auf dem Foto rechts) und Prof. Dr. Stefan Weinfurter (links) für das Schwerpunktthema „Die Wittelsbacher“ zu gewinnen. Perfekter Gastgeber war der Gästeführerverein Garmisch-Partenkirchen mit seiner Vorsitzenden Daniela Panholzer-Roßmeißl (links neben der Ehrenvorsitzenden des MGV, Ursula Franz). Vor frühlingshafter Bergkulisse nahmen über 120 Teilnehmer, darunter auch Touristiker aus Österreich und der Schweiz, an der Veranstaltung teil.

Die Geschichte der Wittelsbacher bildete den zentralen thematischen Schwerpunkt des Bayerischen Gästeführertags. Im Zentrum der Aufmerksamkeit standen jedoch gar nicht die bayerischen Wittelsbacher. Vielmehr richtet sich der Blick auf die Pfalz. Anlass, über den eigenen geschichtlichen Tellerrand hinaus zu blicken, bot die aktuelle Großausstellung in Mannheim „Die Wittelsbacher am Rhein – Die Kurpfalz und Europa“. Vor 800 Jahren übertrug Kaiser Friedrich II. die Pfalzgrafschaft bei Rhein an die Wittelsbacher. Daraus wurde eine Erfolgsgeschichte, derer man sich aus bayerisch-münchnerischer Perspektive oft gar nicht bewusst ist.

Dieses Derivat füllte für den Bayerischen Gästeführertag Prof. Dr. Stefan Weinfurter, ein wissenschaftlicher Grenzgänger zwischen Mittelalter und Neuzeit und ausgewiesener Experte für die Geschichte der Wittelsbacher. Als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats zur Mannheimer Ausstellung war er der ideale Fachmann, um die trennenden und verbindenden Aspekte pfälzischer und bayerischer Wittelsbacher Geschichte zu erläutern.

„Die Wittelsbacher“, so Weinfurter, „sind im allgemeinen Erinnern eigentlich das Herrscherhaus in Bayern, jedenfalls bis 1918 und im gewissen Sinne sogar bis heute. In Bayern stehen die berühmten wittelsbachischen Schlösser Neuschwanstein, Herrenchiemsee und Linderhof, an verschiedenen Orten in Bayern leben die Wittelsbacher noch heute, in Schloss Tegernsee, in Schloss Wildenwart, im ehemaligen Stift Berchtesgaden, im Schloss Nymphenburg und so weiter. In München wird das Oktoberfest gefeiert, das erstmals 1810 anlässlich der Hochzeit des Kronprinzen und späteren Königs Ludwig I. mit Prinzessin Therese veranstaltet wurde.

Überall in Bayern die Wittelsbacher! Aber in der Kurpfalz? Was ist die Kurpfalz eigentlich? Wo liegt sie? Wie kamen die Wittelsbacher dorthin und was hatten sie dort zu suchen?“ Weinfurter gelang ein weiter historischer Bogen von der Entstehung der Pfalz bis zur Wiedervereinigung mit der bayerischen Linie der Wittelsbacher 1777. Selbst SKH Prinz Luitpold, Ehrengast der Veranstaltung, zeigte sich beeindruckt. Denn schließlich stammen „alle seit 1778 amtierenden und alle heute noch lebenden Wittelsbacher vom Heidelberger König Ruprecht ab“, so Weinfurter.

SKH Luitpold Rupprecht Heinrich Prinz von Bayern ist ein Urenkel des letzten Königs von Bayern, Ludwig III. Er wurde 1951 als Kind von Ludwig Karl Maria Prinz von Bayern und Irmingard Prinzessin von Bayern geboren. Bis 2008 war er Geschäftsführer der König Ludwig Schlossbrauerei Kaltenberg und ist Ausrichter der dortigen Ritterspiele. Im Oktober 2011 übernahm er die Porzellanmanufaktur Nymphenburg.

SKH Prinz Luitpold referierte über die Entstehung des Bayerischen Reinheitsgebots und die Einrichtung des herzoglichen Weißbier-monopols unter Kurfürst Maximilian I. Das Weißbiermonopol veranlasste den bayerischen Herzog nicht nur zum Bau zahlreicher herzoglicher Brauhäuser, auch die Kriegskasse wurde dadurch gefüllt und finanzierte die militärische Unterstützung für die Habsburger.

Doch mit seinen anschließenden grundsätzlichen Überlegungen zur Wertigkeit bayerischen Kulturguts traf SKH Prinz Luitpold genau die Meinung der Gästeführer. „Die Kulturgüter sind doch die grundlegenden Werte, ohne die es gar keinen Tourismus gäbe“, stellte er fest. Und Werte schaffen Wertigkeit. Deshalb fordert SKH Prinz Luitpold einen kompletten Wandel für die Preisgestaltung im Tourismus.

Statt einer ständigen Schlacht um Rabatte und Sonderangebote durch Agenturen und Reiseveranstalter fordert er deren finanzielle Beteiligung am Erhalt der Kulturgüter. Und er meinte auch die unterschiedliche Qualität von Führungen, die er oft als unerkannter Zeuge in den Schlössern selbst erlebe: „Was man sich da oft anhören muss!“ Zurecht verwies er deshalb auf Qualitätsstandards bei der Vermittlung, auf das Wissen und die Achtung der Wertigkeit der Kulturgüter. „Die Wertigkeit der Schätze eines alten Kulturlandes“ ist gleichsam die Basis unserer Tätigkeit. Mit dieser Rede wissen die Teilnehmer des Bayerischen Gästeführertags einen entschiedenen Unterstützer in ihren Bemühungen um Qualitätsstandards an ihrer Seite!

Doch weitere geschichtliche Schwerpunkte bestimmten die Tagung: Alois Schwarzmüller, lange Jahre Mitglied des Gemeinderats Garmisch-Partenkirchen und erfahrener Heimathistoriker, referierte über die Olympischen Spiele in Garmisch 1936 und die ebenfalls dort geplanten Olympischen Spiele 1940. Gebannt verfolgten die Zuhörer die Taktik der Nationalsozialisten gegenüber dem Olympischen Komitee bei den Bewerbungen und die Maßnahmen zur propagandistischen Umsetzung vor Ort.

Und Dr. Christian Wolf, Leiter des Richard-Strauss-Instituts, Musikwissenschaftler, Dirigent und Musikpädagoge, sprach anlässlich des Richard-Strauss-Jubiläumsjahrs über den großen Komponisten und Wahl-Garmischer. Das Richard-Strauss-Institut Garmisch-Partenkirchen wurde 1999, am 50. Todestag des Komponisten, eröffnet. Als internationales Zentrum der Strauss-Pflege und -Forschung arbeitet es eng mit Musikhochschulen, Universitäten, Opernhäusern und anderen Institutionen des Musiklebens zusammen.

In Bayern wird es 2014 ein ganzjähriges Richard-Strauss-Programm geben, insbesondere in Garmisch-Partenkirchen. Dazu zählt das jährlich im Juni stattfindende Richard-Strauss-Festival, dessen Programm diesmal deutlich ausgeweitet wird. In Kooperation mit den Garmischer Gästeführern wird es ab Mai Schauspiel-Führungen geben. Die ehemalige Villa des Komponisten wird bis heute wissenschaftlich genutzt und bewahrt mehrere tausend Briefe und zahlreiche Musik-Autographen. Das Archiv unterstützt maßgeblich die wissenschaftliche Arbeit des Richard-Strauss Instituts. www.richard-strauss-festival.de

Schulung "Fahrsicherheit in Reisebussen" beim Bayer. Gästeführertag 2014 in Garmisch-Partenkirchen
Schulung „Fahrsicherheit in Reisebussen“ beim Bayer. Gästeführertag 2014 in Garmisch-Partenkirchen

Ursula Franz, Georg Reichlmayr,
Münchner Gästeführer e. V.
www.mgv-muenchen.de

11. Bayerischer Gästeführertag in Würzburg 18.-19. Januar 2013

Bayerischer Gästeführertag in Würzburg 2013 (v. li. nach re.): Dr. P. Beinhofer (Regierungspräsident Ufr.), Johannes Wohlfahrt (Vors. Würzburger GF-Verein), U. Franz (MGV), Georg Rosenthal (Oberbürgermeister Würzburg) Foto: G. Reichlmayr
Bayerischer Gästeführertag in Würzburg 2013 (v. li. nach re.): Dr. P. Beinhofer (Regierungspräsident Ufr.), Johannes Wohlfahrt (Vors. Würzburger GF-Verein), U. Franz (MGV), Georg Rosenthal (Oberbürgermeister Würzburg) Foto: G. Reichlmayr

Am 18. und 19. Januar 2013 fand nun bereits zum 11. Mal in Folge der Bayerische Gästeführertag statt, wie immer organisiert vom Münchner Gästeführer Verein e.V. – diesmal in der unterfränkischen Residenzstadt Würzburg im Zusammenwirken mit dem Ausrichter Würzburger Gästeführer e.V. Er wurde eröffnet mit Grußworten von Dr. Paul Beinhofer, Regierungspräsident von Unterfranken, Johannes Wolfahrt, Vorsitzender des Würzburger Gästeführervereins, Ursula Franz, Ehrenvorsitzende des Münchner Gästeführervereins, und Georg Rosenthal, Oberbürgermeister von Würzburg (auf dem Foto von links nach rechts).

Mit insgesamt 130 Gästen gab es dabei eine Rekordbeteiligung. Mitglieder von 20 Vereinen, Vertreter zahlreicher Tourismus-Institutionen und sogar Teilnehmer aus Gebieten außerhalb Bayerns – aus Hildesheim, Mainz, Gelnhausen, Wien, Tirol und der Schweiz kamen zu diesem Treffen in die Universitätsstadt am Main.

Hauptthema der Veranstaltung war „Nachhaltiger Tourismus“. Dr. Andrea Möller, Senior Consultant des Deutschen Wissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr e.V. an der Universität München sprach sehr anschaulich über dieses aktuelle Thema. Auch Theresa Schopper, Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, bezog sich in ihrer Ansprache hierauf und äußerte sich u.a. darüber, dass ökonomische, ökologische und soziale Aspekte den Komplex der Nachhaltigkeit im Tourismus bestimmen.

Ein historischer Vortrag von Thomas Huth, Würzburg, über „Barocke Schlossarchitektur als Ausdruck der Geisteshaltung der Fürsten im 17./18. Jahrhundert“ und ein Fachvortrag von Ina Paulus, M.A, Aschaffenburg, über den „Umgang mit Kindern und Jugendlichen bei Stadtführungen“ rundeten die Veranstaltung ab.

Am Abend des 18. fanden sich die Teilnehmer im geschichtsträchtigen Hofkeller der Würzburger Residenz ein, um sich dort mit exquisiten Weinen und Essen der Region verwöhnen zu lassen und im geselligen Rahmen weiteren Gedankenaustausch zu pflegen. Dank gebührt den Gastgebern auch für die angebotenen, interessanten Führungen durch die Stadt und ihre Geschichte.

Ursula Franz
Ehrenvorsitzende des MGV
www.mgv-muenchen.de

Alleinstellungsmerkmal „Romantik“ – 10. Bayerischer Gästeführertag 17.-18. Januar 2012 in Rothenburg o. d. Tauber

10. Bayer. Gästeführertag in Rothenburg o. T. 2012 (Foto: G. Reichlmayr)
10. Bayer. Gästeführertag in Rothenburg o. T. 2012 (Foto: G. Reichlmayr)
10. Bayerischer Gästeführertag 2012 in Rothenburg o. d.Tauber (Foto: G. Reichlmayr)
10. Bayerischer Gästeführertag 2012 in Rothenburg o. d.Tauber (Foto: G. Reichlmayr)

Bayerische Landesausstellung, Marketingstrategien, Allgemeine Geschäftsbedingungen: Ganz unterschiedliche, aber zentrale berufspolitische Themen stießen auf breites Interesse der knapp 100 Teilnehmer der Fachtagung. Erstmalig bot sich für Gästeführer für Gruppen von Flusskreuzfahrten die Gelegenheit, sich direkt mit einem Vertreter der Kreuzfahrt-Anbieter auszutauschen. Perfekter Gastgeber war der Rothenburger Gästeführer Verein e.V., und das romantische Rothenburg ob der Tauber lieferte eine traumhaft schöne Kulisse.

Die bewährte Veranstaltung feierte diesmal Jubiläum: Vor 10 Jahren, 2003, wurde der Bayerische Gästeführertag erstmals vom Münchner Gästeführer Verein e.V. veranstaltet. Ursula Franz initiierte das Treffen, um die professionellen Gästeführer zusammenzuführen und den fachlichen Austausch zu pflegen.

Und so stellten Rothenburgs Zweiter Bürgermeister Kurt Förster und Tourismusdirektor Jörg Christöphler in ihren Begrüßungsansprachen die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Stadt, Marketing und Gästeführern dar. „Ihre Mitgliedschaft im Bundesverband der Gästeführer (BVGD) ist dem Rothenburger Tourismus sehr wichtig, denn nur wenn Sie sich professionell organisieren, können wir unseren Gästen professionellen Service garantieren“, so Christöphler, der seit 2010 den Rothenburger Tourismus leitet und damit auch Ansprechpartner der Gästeführer ist.

Der BVGD wurde diesmal vertreten durch Christian Frick, Finanzexperte und Sachverständiger für Fragen zu Rechnungsstellung und AGBs. Letztere waren Thema seines Fachvortrages und Frick belegte in gewohnter Weise sein Talent, nüchterne gesetzliche Vorgaben launig und humorvoll zu präsentieren.

Virginia Leonhardt und Georg Reichlmayr
Münchner Gästeführer Verein e.V.
www.mgv-muenchen.de