ITB 2010: Der Einstieg bei der Fachmesse der internationalen Tourismus-Wirtschaft ist geschafft -
Die Möglichkeiten sind ausbaufähig


Dr. Ute Jäger (BVGD), Dr. Wolther von Kieseritzky (BVGD),
Sigrid Pokorny (Berlin Guide) auf dem Messestand des BVGD auf der ITB

Premiere für den BVGD auf der Messe in Berlin vom 09.03. bis 13.03.2010, und die beteiligten Vorstandsmitglieder ziehen eine positive Bilanz: Das Interesse ist da, die Chancen und Möglichkeiten sind noch enorm ausbaufähig.
Fragen von Gästeführern, Hoteliers, Tourismusinstitutionen, Presse und reisefreudigen Kunden galt es zu beantworten: „Wie erlangt man das BVGD Zertifikat DIN EN?“, „Wie kommt man in den Genuss der Berufshaftpflichtversicherung?“, „Wie lässt sich eine Partnerschaft mit dem BVGD erschließen?“, „Wie lässt sich Qualität sichern?“. Fünf Tage lang vertraten Dr. Ute Jäger, Dr. Wolther von Kieseritzky, Claudia Kuhnen und Georg Reichlmayr die Anliegen der Gästeführer.
Gut platziert in Halle 14 nahe des intensiv genutzten Eingangs Ost präsentierte sich der BVGD gemeinsam mit dem Verband der Berliner Stadtführer, dem an dieser Stelle ein herzlicher Dank für die breite Unterstützung und das tolle Teamwork gilt.

Seit ihrer ersten Ausrichtung 1966 hat sich die ITB (Abkürzung für Internationale Tourismus-Börse) zur weltweit größten Fachmesse im Tourismus entwickelt. Sie findet seither jährlich auf dem Messegelände Berlin statt. Vertreten sind Reiseveranstalter, Buchungssysteme, Zielgebiete, Airlines, Hotels und zahllose touristische Dienstleister. Der Ausstellerumsatz liegt bei rund fünf Milliarden Euro. Die Ausstellung ist drei Tage nur für Fachbesucher geöffnet, am Wochenende auch für Privatleute. Neben der geografischen Gliederung spiegeln sich die aktuellen Marktsegmente in der Hallenaufteilung wider: Trends und Events, Training and Employment in Tourism, Travel Technology, Kulturtourismus, Kreuzfahrten etc. werden präsentiert und zahlreiche Fachvorträge und Workshops abgehalten. Da das Reiseziel Deutschland 2009 bezüglich der Buchungen erstmals mit Italien und Frankreich gleich ziehen konnte, waren die Vertreter der deutschen Tourismuseinrichtungen erste Gesprächspartner des BVGD.

Doch trotz der strategisch günstigen Platzierung unseres Messestandes wäre es vermessen zu behaupten, der BVGD sei bereits ein Besuchermagnet gewesen - das war auch nicht zu erwarten. Vielmehr musste der BVGD die Infos zu den Partnern tragen, zu den Ständen der Bundesländer, der Regionen und Städte, mancher BVGD-Partnermuseen, der großen touristischen Verbände, der Vereine wie UNESCO, „Barriere freie Reiseziele“ etc. Viele Kilometer legten wir zurück in der endlosen Folge von Ausstellungshallen. Doch der Einsatz lohnt sich: Das persönliche Gespräch macht den entscheidenden Unterschied für die Darstellung des BVGD. Die Bereitschaft, sich mit den touristischen Zielen des BVGD und den Anliegen der Gästeführer auseinanderzusetzen, ist auf der ITB wesentlich stärker als im üblichen Schriftverkehr.


Dr Jens-Peter Heuer, Staatssekretär für Wirtschaft, Technologie und Frauen in Berlin, und Dr. Ute Jäger (BVGD) im Gespräch

Tourismuspartner und kommunale Einrichtungen zeigen offene Ohren und die persönliche Überreichung der BVGD-Unterlagen schärft bei den Gesprächspartnern die Wahrnehmung unseres Berufs und der Bedeutung von Qualität.
Auffällig war, dass die Gästeführerausbildung DIN EN bereits ein Jahr nach ihrer Einführung weite Kreise gezogen hat. Nicht nur Gästeführer, vor allem Städte und Regionen nutzten die Gelegenheit sich nach der EU-Norm zu erkundigen. Dabei stießen die neuen Werbemittel des BVGD und unsere neue Imagebroschüre auf besonders positive Resonanz.

Sicherlich steckte der erste ITB-Auftritt des BVGD noch in den Kinderschuhen, war die Planung für die Teilnahme 2010 sehr kurzfristig, unsere Erfahrung noch gering, die Erfolge noch überschaubar, und vieles gilt es für die kommenden Jahre zu verbessern. Dazu zählt in erster Linie die umfangreiche Information der Mitglieder und der Partner im Vorfeld der Messe. Die weitgespannten Möglichkeiten für Gesprächstermine und Kontakte gilt es professionell zu planen. Dabei wird es auch auf die Unterstützung durch die BVGD-Mitglieder ankommen, die Einladung zum Gespräch mit dem BVGD an ihre örtlichen Tourismuseinrichtungen weiterzuleiten.

Der Einsatz von Postern, Werbemitteln und Standdekoration muss ausgeweitet und effektiver gestaltet werden. Dennoch wurde bereits in diesem Jahr wahrgenommen, dass die Gästeführer überhaupt auf dieser zentralen Fachmesse vertreten sind und offensiv für Qualität und Berufsbild werben. Der BVGD ist auf der ITB angekommen und mit den Jahren soll unsere Repräsentanz auf dieser Plattform eine selbstverständliche Institution werden. Trotz schwerer Füße ein viel versprechender Auftakt!



Georg Reichlmayr
BVGD - Redaktion CICERONE







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