Teamplayer - Deutscher Tourismustag 2011 in München


Reinhard Meyer (DTV), Marlene Mortler (Tourimusausschuss des Bundestages), Dr. Gabriele Weishäuptl (Tourismusamt München),
Sybille Wiedemann (Bayern-Tourismus) auf dem Tourismustag am Münchner Nockherberg

Eine hochkarätige politische Besetzung und über 400 Teilnehmer der Deutschen Tourismusbranche trafen sich 10.11.2011 in München zum fachlichen Meinungsaustausch. Für den BVGD boten sich auf der DTV-Veranstaltung zahlreiche Gesprächsmöglichkeiten.
Im festlichen Rahmen des Cuvilliés-Theaters der Münchner Residenz wurde der Deutsche Tourismuspreis verliehen.
Georg Reichlmayr und Dr. Ute Jäger waren vor Ort.

Christian Ude, Münchens Oberbürgermeister, begrüßte die Teilnehmer aus ganz Deutschland in der Veranstaltungshalle der Paulaner-Brauerei am Nockherberg und gab einen Überblick zur Entwicklung des Münchner Tourismus.
Ausgerechnet an diesem traditionell Bier-bezogenen Ort betonte er die Vielfalt des Tourismus in der Bayerischen Landeshauptstadt weit über die Themen Bier und Oktoberfest hinaus. Ude nannte Industrie und Hochschulen, die Messe, die Museen und Schlösser als Gesamtkonzept für den touristischen Erfolg -.eben Kooperationen und Netzwerke.
Dabei stellte er die Leistung der Münchner Tourismus-Chefin und des DTV-Vorstandsmitglieds Dr. Gabriele Weishäupl ganz besonders heraus.
Ortsbedingt bezog sich Ude auf Markenzeichen und Entwicklungen des Städtetourismus. Eine glänzende Statistik, die dennoch – oder gerade deshalb – wenig spannend ist. Übernachtungszahlen und Anzahl der Tagestouristen bescheren München eine hervorragende Bilanz.
Ganz anders sehen die Herausforderungen dagegen in strukturschwächeren und ländlichen Regionen aus. Aus diesem Grund stand der ländliche Tourismus und dessen Förderung im Zentrum des weiteren Tagungsverlaufs, den BR-Moderator Tilmann Schöberl unterhaltsam leitete.



Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil: "Kooperation ist das Gebot der Stunde."

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil erörterte die „Kooperationsstrategien in Bayern“. Dass der Tourismus eine tragende Rolle für Bayerns Wirtschaft spielt, zeige sich laut Zeil schon an der beachtlichen Zahl von über 560.000 Beschäftigten, mehr als in der bayerischen Automobilindustrie. Doch auch hier geht es um die Förderung der Regionen.
Zeil betonte die kommunale Basis des Tourismus, denn nur diese könne historisch gewachsene Strukturen berücksichtigen. Gleichzeitig bedürfe es zum Aufbau eines erfolgreichen Marketings regionaler Netzwerke. „Marketing vor Ort, das oft nur auf begrenzte Mittel Zugriff hat, muss auf wenige, aber schlagkräftige Maßnahmen setzen“, so Zeil. Solche Bündelung regionaler Kräfte zeige in Bayern inzwischen große Wirkung, z.B. am Tegernsee, im Allgäu und am Chiemsee. Reichweitenvorteil und staatliche Tourismusmarketingförderung seinen wichtige positive Effekte, die sich daraus ergeben.
Darauf aufbauend bestünden weitere Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Industriezweigen und Wirtschaftspartnern, deren Zielgruppen derjenigen des Tourismus ähnlich seien. Als Beispiel nannte Zeil die Netzwerke zwischen Ski-Schulen, Sportgeschäften, Einzelhandel, Thermen, Bädern und Krankenhäusern mit Partnern in den Bereichen Wintertourismus und Medizintourismus. Der ländliche Raum sei auf diese touristischen Kooperationen inzwischen maßgeblich angewiesen.
Die Erfolgsstrategien des ländlichen Raumes durch Kooperationen betonte auch Marlene Mortler vom Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages (siehe auch Interview CICERONE, S. 7 f.).
Mortler liegt die ländliche Entwicklung aufgrund ihrer eigenen fränkischen Herkunft besonders am Herzen. Mortler nannte die sehr erfolgreiche Vermarktung des ländlichen Tourismus in Österreich als Vorbild, wo der Tourismus auf Landebene umfassend vernetzt und inzwischen als starkes Modell anerkannt ist.
„Das Interesse der Städte am ländlichen Raum und Produkt wächst - Landpartien und Kurzreisen werden immer gefragter“, so Mortlers Fazit. Damit erwies sich das Thema der DTV-Tagung als zentral für den BVGD, denn ein nicht unerheblicher Teil der Mitglieder des BVGD vertritt die ländlichen Regionen.



Dr. Ute Jäger im Gespräch mit Hans Dieter Niederprüm, Geschäftsführer Tourismusverband Fränkisches Seenland

Die Podiumsdiskussionen kreisten um „Kooperations- und Geschäftsmodelle im regionalen Tourismus“, „Touristische Kooperationen in der Praxis“ und „Das Social Web“.
Die vielfältigen Beiträge bieten dem BVGD reichlich Anregungen für künftige Workshops und die Entwicklung eigener Modelle zur Förderung unseres Berufsbildes aufländlicher und regionaler Ebene.
Das umfangreiche Rahmenprogramm wurde durch die erfahrenen und qualifizierten Münchner Gästeführer begleitet – eine perfekte Werbung für unseren Beruf!

Georg Reichlmayr
BVGD, Redaktion CICERONE








RDA Workshop 2011


Am 26.07.2011 besuchte Claudia Kuhnen, Beirat im Vorstand des BVGD, den RDA-Workshop in Köln, die Verkaufsmesse des Internationalen Bustouristikverbandes.
In verschiedenen Gesprächen knüpfte sie Kontakte zu Veranstaltern und Mitbewerbern im Tourismus.
Das Bild zeigt sie im Gespräch mit Dennis Förster, Verkaufsrepräsentatn der MARITIM Hotels. Es ging um die Frage, ob MARITIM Hotels in Zukunft an ihren Orten für ihre Kunden sich direkt an die örtlichen Gästeführervereine wenden wollen, um kompetente Führungen durch Kollegen mit Zertifikat (FB- oder DIN EN-Zertifikat) zu buchen.
Inzwischen sind die Kontakte vertieft und wir sind auf einem guten Weg.

Claudia Kuhnen, BVGD, Ressort Marketing
kuhnen@bvgd.org








Ende der Bundesgartenschau (BUGA) 2011 - Koblenzer Gästführer ziehen Bilanz


Nach 185 Tagen schloss die BUGA 2011 am 16.10.2011 ihre Pforten. Ein fröhliches Sommerfest mit üppiger Blumenpracht und einem umfangreichen Kulturprogramm, das für jeden Geschmack etwas bot, ging zu Ende.
Mehr als 3,5 Millionen Besucher aus dem In- und Ausland haben unsere Gartenschau und damit auch die Stadt Koblenz und die Festung Ehrenbreitstein hautnah erlebt.
Die mehr als 80 Gästeführer haben ca. 3.900 zweistündige bzw. dreistündige Führungen über das gesamte BUGA-Gelände mit mehr als 100.000 Besuchern durchgeführt.
Der Vorsitzende der Koblenzer Gästeführer, Hartmut Hager, fasst zusammen: „Dieses einzigartige Fest in Koblenz hat uns Gästeführer sehr gefordert, war aber auch sehr schön und abwechslungsreich. Am schönsten für uns war am Ende einer Führung das Fazit der Besucher: „Das war Klasse wie Sie uns die BUGA und Ihre Stadt nahe gebracht haben. Wir wussten ja gar nicht, wie schön Koblenz ist, wir kommen wieder.“

Hartmut Hager www.Koblenzer-Gaestefuehrer.de






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