Das Gärtner- und Häckermuseum in Bamberg – neues BVGD-Partnermuseum stellt sich vor

Das Bamberger Gärtner- und Häckermuseum ist einzigartig in Deutschland und der kulturhistorische Kristallisationskern der Bamberger „Gärtnerei“ – der seit dem Mittelalter gewachsenen Gärtnerstadt. Es hat einen bewirtschafteten Hausgarten und lädt ein in die nachempfundene Lebenswelt einer vergleichsweise wohlhabenden Gärtnerfamilie um 1900.  Die Durchfahrt, die die Straßenfassade prägt, führt in den rückwärtigen Hof des historischen Gärtnerhauses und in den anschließenden langen, schmalen Hausgarten. Die lange Halle teilte das Haus ursprünglich in den beheizbaren Wohnbereich links und den Wirtschaftsbereich rechts. Letzterer wurde ab 1890 zur zweiten, modernen Wohnung umgebaut. In Haus und Garten vermittelt das Museum amüsant, lebendig und informativ das kulturelle Erbe der Gärtner. Dazu gehören der Bamberger Dialekt, die Werkzeuge, die Gärtnerhaus-Geschichte, der Handel, die Zunft und die noch heute sehr lebendigen religiösen Bräuche der Bamberger Gärtner.

2016 wurde das Museum mit „innerstädtischem Erwerbsgartenbau in Bamberg“ in die Bundesliste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Den Häckern – den Bamberger Weinbauern – sind eigene Abteilungen gewidmet. 1976 gegründet, wird dieses städtische Museum seit Eröffnung 1979 vom gleichnamigen Verein getragen und betrieben. 2011 erhielt der Verein den Förderpreis zur Erhaltung historischer Bausubstanz der Stiftung Weltkulturerbe Bamberg. www.ghm-bamberg.de