Erstmals in Europa – Deutsche Gästeführer erhalten DIN-EN-Qualitätssiegel

Gut ausgebildete Gästeführer sind professionelle Dienstleister im Tourismusbereich und gleichzeitig Repräsentanten ihrer Städte und Regionen. Sie prägen maßgeblich den Eindruck, den der Teilnehmer an einer Führung von einer Reise mit nach Hause nimmt. Sie motivieren ihn zum Verweilen oder zum Wiederkommen und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Tourismusförderung. Sie sind in der Lage, durch sachkundige Informationen über Geschichte und Gegenwart Verständnis für die Kultur und Lebensweise der besuchten Region zu wecken und zum verantwortungsvollen Umgang mit unserem kulturellen Erbe und unserer Umwelt anzuregen.

Um diesen Anspruch auf Qualität und Kompetenz bei Gästeführungen zu rechtfertigen, wurde unter dem Dach der Europäischen Normungsorganisation CEN mit maßgeblicher Beteiligung des BVGD die Europäische Norm DIN EN 15565 erstellt.
Damit wurde erstmals ein einheitlicher Standard für Gästeführer-Ausbildungssysteme geschaffen, der alle Aspekte der qualitätsbezogenen Ausbildung zum Gästeführer erfasst. Die neue Qualitätsnorm unterstützt zugleich die Europäische Union in ihrem Bemühen, die freie Verfügbarkeit von Dienstleistungsangeboten innerhalb ihrer Mitgliedsländer zu erleichtern, und betont die Bedeutung von gebietsspezifischen Gästeführern für qualitativ hochwertige Angebote von Tourismus-Dienstleistungen.

Sie enthält u.a. Anforderungen und Empfehlungen zu Kriterien, die ein Gästeführer-Ausbildungsprogramm umfassen sollte, sowie Festlegungen zur Mindeststundenzahl für den Unterricht.

Das darauf basierende neue Ausbildungssystem des BVGD, das das bisherige BVGD-Qualifizierungsmodell ablöst, wurde im Mai 2008 als erstes in Europa nach DIN EN 15565 zertifiziert. Am 29. Juni 2009 erhalten Gästeführer in Berlin, deren Schulung alsModell für die neue Ausbildung diente, das BVGD-Zertifikat DIN EN.

Ingrid Schwoon, Juni 2009

Pressemitteilung Berlin DIN-EN-Zertifikatsübergabe 2009