Hamburg 2016 im Städtetourismus vorn – Neuer Jahresrekord im Incoming-Tourismus

Hamburg liegt mit seiner Tourismusbilanz 2016 im deutschen Städtetourismus noch vor Berlin und München. Insgesamt 6,6 Mio. Gäste sind vergangenes Jahr in die Hansestadt gekommen, 13,3 Mio. Übernachtungen wurden gezählt. Das liegt deutlich über dem Wachstum in Deutschland insgesamt (2,6 %).  Dazu tragen laut Hamburg Tourismus GmbH auch immer mehr internationale Gäste bei, vor allem aus Dänemark, der Schweiz, Großbritannien, den USA und China. Die Touristiker sehen u. a. die neue Elbphilharmonie als Türöffner für Gäste aus dem Ausland.

Der Berlin-Tourismus ist 2016 moderat um 2,7 % gewachsen. Erstmals kamen mehr als 5 Mio. internationale Gäste in die Hauptstadt, fast 55% waren aus Deutschland. Künftig will Visit Berlin mehr nachhaltige Angebote machen. Köln verzeichnete 2016 ein Gäste-Minus, deshalb setzt KölnTourismus u. a. weiter auf das Projekt #urbanCGN – cologne urban lifestyle. Mit einer Blog-Seite und in sozialen Medien werden Zielgruppen direkt angesprochen – mit individuellen Tipps und „Stories“ zu Lifestyle, Shopping, Kultur, Kindern, Wohnen, Design und Reisen. Demnächst soll es auch auf das Konzept abgestimmte Führungen durch Stadtviertel geben.

Deutschlands Incoming-Tourismus schließt 2016 mit einem neuen Rekordergebnis ab. Das Statistische Bundesamt zählte 80,8 Mio. Übernachtungen internationaler Gäste. Basierend auf Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten liegen die Zahlen 1,4 Prozent über dem Vorjahr.

Iris Gleicke, Tourismusbeauftragte der Bundesregierung und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundeswirtschaftsministerium, erklärte: „Das zeigt, wie stark unsere Tourismuswirtschaft ist. Toleranz und Weltoffenheit sind elementare Voraussetzungen für diesen Erfolg. Wir werden nicht zulassen, dass ausländerfeindliche Schreihälse den guten Ruf unseres Landes ruinieren!“

Petra Hedorfer, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) kommentierte: „Die besonderen Herausforderungen des Jahres 2016 werden uns auch 2017 beschäftigen. Dazu zählen ökonomische Faktoren wie die Brexit-Thematik, Rezessionen in manchen Quellmärkten, aber auch Sicherheitsaspekte wie die Angst vor Terroranschlägen.“ Trotzdem sieht die DZT das Reiseland Deutschland im internationlen Wettbewerb sehr gut aufgestellt. Die Stärken seien touristische Attraktionen, eine hervorragende Infrastruktur, starke Serviceorientierung und ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.