Podiumsteilnehmer des tourismuspolitischen Symposiums "20 Jahre BVGD" in Berlin 2014 (v. li. nach re.): R. Schlesinger (TR Die Linke), G. Reichlmayr (BVGD), G. Hiller-Ohm (TA des Bundestages), C. Gilles (DTV), Dr. U. Jäger (BVGD), P. Hedorfer (DZT), Dr. W. v. Kieseritzky (BVGD)

20 Jahre BVGD – Tourismuspolitisches Symposium in Berlin

In einem berufspolitischen Symposium zum Thema „Gästeführung heute und morgen – Chancen und Herausforderungen in einer globalisierten Welt“ brachte der BVGD im November in Berlin Tourismuspolitiker und Fachverbände an einen Tisch.

Der stellvertretende Vorsitzende Dr. Wolther von Kieseritzky hob in einem Impulsvortrag die Querschnittsaufgabe hervor, die Gästeführer im riesigen Geschäft der globalisierten Märkte für die regionale Wirtschaft und Kultur erfüllten: „In direktem Austausch mit den Besuchern vermitteln Gästeführer das Profil von urbanem oder ländlichem Raum, verknüpfen die unterschiedlichen wirtschaftlichen, kulturellen und ökologischen Bedürfnisse und tragen erheblich dazu bei, die Potentiale einer Region zu stärken.“

Auf dem Podium diskutierte dann die Vorsitzende Dr. Ute Jäger mit Claudia Gilles, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Tourismusverbands (DTV), Petra Hedorfer, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), Gabriele Hiller-Ohm, MdB SPD und Mitglied im Bundestagsausschuss für Tourismus, und Roswitha Schlesinger, Die Linke, Referentin für Tourismuspolitik.

Die Podiumsteilnehmer lobten die Qualitätsinitiativen des BVGD und zeigten sich einig, dass Gästeführer in Deutschland wesentlich beitragen zur Zufriedenheit und Erlebnisqualität der Besucher aus dem In- und Ausland. Von der Dienstleistung Gästeführung werde allgemein viel erwartet, sie sei ein wichtiges Fundament unserer
Tourismusbranche. Insofern habe sie mehr Unterstützung durch Länder, Kommunen und Reiseveranstalter verdient, lautete der Tenor.

Die BVGD-Vorsitzende betonte abschließend: „Die Wertschätzung dieser Dienstleistung sollte sich in angemessenen Honoraren niederschlagen. Daher müssen wir unser Selbstbewusstsein weiter stärken und Online-Vermittlungsportale, die zu hohe Provisionen verlangen, kritisch sehen.”

Zusammenfassung des Symposiums in CICERONE 2-2014