Der Gendarmenmarkt in Berlin

Nach Terrorakten weltweit – Reiseverhalten verändert sich

Wie die Terroranschläge der vergangenen Monate das Reiseverhalten weltweit verändern, zeigt eine Studie, die die ITB Berlin mit IPK International durchgeführt hat. Danach finden 2016 zwar mehr Reisen statt als 2015, aber Reisende denken stärker darüber nach, wohin sie reisen. Die Studie beruht auf 50.000 Interviews zu diesem Thema in 40 unterschiedlichen Quellmärkten.

Nur wenige Südamerikaner, Skandinavier oder Niederländer gaben an, dass mögliche Terrorgefahren ihre Reiseentscheidungen beeinflussten. Asiatische Touristen reagierten dagegen mehr auf aktuelle Ereignisse: 15 Prozent wollten laut der Studie im Jahr 2016 ganz auf eine Auslandsreise verzichten.

Bericht ITB World Travel Trends Report 2015 / 2016

Eine repräsentative Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zeigt, dass der Terror auch das Verhalten der Deutschen beeinflusst: 29 Prozent der Befragten gaben an, dass Anschläge oder Terrorwarnungen ihr Reiseverhalten verändert hätten. 17 Prozent wollen ihr Reiseziel ändern. Acht Prozent wollen gar nicht verreisen.

Wie sich der Tourismus nach den Anschlägen in Deutschland entwickelt, dazu liegen noch keine konkreten Zahlen vor. In München oder Würzburg gab es nach Auskunft der Tourismuseinrichtungen bisher lediglich einzelne Stornierungen, aber keine großen Stornierungswellen.