Die Akteure des 16. Bayerischen Gästeführertages in Straubing 2018 (v. re. nach li.): Die Vorsitzende des Münchner Gästeführervereins Reidun Alvestad-Aschenbrenner, die Vorsitzende der IG Kultur- und Naturführer Straubing, Birgit Gigler und die Schatzmeisterin des Ortsvereins Ruth Blechschmidt.

Rom, Holland, Niederbayern – 16. Bayerischer Gästeführertag 2018 in Straubing

Zum 16. Bayerischen Gästeführertag in niederbayerischen Straubing kamen ca. 180 Teilnehmer aus mehr als 30 BVGD-Vereinen sowie aus Österreich und der Schweiz zur Fortbildung und zum Austausch zusammen. Der historische Rittersaal im ehemaligen Herzogsschloss direkt an der Donau war ein eindrucksvoller Tagungsort.

Zur Eröffnung dankte Reidun Alvestad-Aschenbrenner, die Vorsitzende des Münchner Gästeführer Vereins (MGV) allen Gastgebern, Helfern, Sponsoren und Teilnehmern, ohne die eine solche Tagung nicht erfolgreich wäre. Organisator der Tagung war wie immer der MGV.

Zur Begrüßung waren Politiker und Touristiker aus der Stadt und der Region gekommen. Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr sagte: „Die Gästeführer als Gäste hier zu haben, ist etwas Besonderes, weil sie Multiplikatoren sind und uns neue Impulse bringen. Wir wissen, was Gästeführer für die Heimat leisten.”

Die Vorsitzende der ausrichtenden IG Kultur- und Naturführer Straubing, Birgit Gigler, hatte mit ihrem Team hoch engagiert zwei Jahre lang auf diesen Moment hingearbeitet. Offenbar hatte es sich gelohnt, für Straubing Reklame zu machen: “Wir sind überwältigt, dass so viele gekommen sind und jetzt bin ich glücklich!” Sie rief zur weiteren Vernetzung der Gästeführer auf, denn gemeinsam könne man mehr erreichen.

Das Mitglied des Landtags Josef Zellmeier meinte in seiner Ansprache, die Gästeführer seien ein Aushängeschild für das Land und seine Städte: “Sie bringen den Charme Bayerns an die Frau und den Mann und wir hätten nicht so viel Erfolg im Tourismus, wenn das nicht so wäre.”

BVGD-Vorstandsmitglied Maren Richter stellte in ihrem Grußwort die Leistungen des Bundesverbands für die Mitgliedsvereine heraus. Sie erklärte, die touristischen Angebote der Zukunft müssten sich nicht nur nach dem Trend der Digitalisierung ausrichten. Sondern beachten, dass trotz immer mehr Audio- und Roboter-Guides die Menschen von echten Menschen begleitet werden wollten. Die reale Begegnung mit einem lokalen Gästeführer sei doch etwas, woran man sich nach der Reise oft noch gern erinnere, so Richter.

Es folgten Fachvorträge zum Gäubodenvolksfest und zur römischen Geschichte der Region, zu den Maler-Brüdern Asam, zur Nutzung von Headsets und zum Thema „Steine in der Stadt“. Zur Erarbeitung für eigene Führungen zum Thema wurde das gleichnamige bundesweite Netzwerk empfohlen (https://www.steine-in-der-stadt.de/).

Eine Sonderaufführung von Szenen aus „Agnes Bernauer“, den Straubinger Festspielen, die alle vier Jahre im Burgschloss stattfinden, war der feierliche Höhepunkt der zweitägigen Fachtagung der Gästeführer und Touristiker aus ganz Bayern, benachbarten Bundesländern, Österreich und der Schweiz.

In den Vor- und Nachprogrammen zeigten die Straubinger Gästeführer das Gäubodenmuseum mit dem bekannten Römerschatz und die Straubinger Synagoge. Außerdem gab es Rundgänge ins alte und neue Straubing mit Altstadt, historischem Friedhof und der Universität. Am Sonntag ging es noch in die Heimat der Bayerischen Rautenwecken nach Bogen.

Der 17. Bayerische Gästeführertag findet vom 18. bis 19. Januar 2019 in Augsburg statt.

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