Tourismus nach der Coronakrise im “Zukunftsdialog”– wie kann es weitergehen?

Über diese Frage berieten Vertreter der Branche beim ersten „Zukunftsdialog“ über die nationale Tourismusstrategie der Bundesregierung in München und Hamburg. Eingeladen hatte dazu das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Für den BVGD nahm der Stellvertretende Vorsitzende Georg Reichlmayr teil.

Das Treffen fand an dem Tag statt, an dem wegen der CORONA-Epidemie erste Einschränkungen im öffentlichen Leben in Kraft traten. Dr. Armgard Maria Wippler vom BMWi kam in Vertretung von Thomas Bareiß, dem Beauftragten für Tourismus der Bundesregierung. Sie konstatierte, dass CORONA keine Zukunftsstrategie für die Branche sei und versprach eine enge Kooperation zwischen Touristikern und Politik. Wippler erhielt Beifall für klare Ansagen, wie die Branche zu unterstützen sei. Schnell wurde aber klar, dass auch großzügige Hilfen bzw. Entschädigungen vom Bund die Verwerfungen auf dem Tourismusmarkt nicht kompensieren können würden.

Das Kernthema „Mobilität“ des ersten Zukunftsdialogs verdeutlichte bereits, wie eng die verschiedenen Handlungsfelder einer neue Strategie im Tourismus ineinandergreifen. Gemäß einem Eckpunkte-Papier des Bundeskabinetts sind folgende weitere Inhalte für die Zukunftsdialoge vorgesehen:

– die Potenziale im Tourismus weiter ausbauen

– die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandorts Deutschland und der mittelständisch geprägten Tourismuswirtschaft stärken

– moderne, barrierefreie, verlässliche und nachhaltige Mobilität fördern und die digitale Infrastruktur ausbauen

– Qualitätstourismus fördern, der im Einklang mit Natur, Kultur und den Bewohnern von Destinationen steht und lebenswerte Räume schafft bzw. erhält

– die Tourismusbereiche fördern, die die wirtschaftliche Entwicklung in anderen Teilen der Welt ermöglicht und zu Frieden, Toleranz und Völkerverständigung beiträgt

– den umwelt- und klimaverträglichen Tourismus fördern

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