Die Teilnehmer der UNESCO-Jahrestagung Deutschland 2018 im bayerischen Bayreuth

Welterbe in digitaler Perspektive – UNESCO-Jahrestagung in Bayreuth

Das seit 2012 als UNESCO-Welterbe anerkannte Markgräfliche Opernhaus im bayerischen Bayreuth bot die perfekte Kulisse für die Eröffnung der diesjährigen Jahrestagung der deutschen UNESCO-Welterbestätten. Die Teilnehmer erkundeten die Welt der Markgräfin Wilhelmine, des Komponisten Richard Wagner und auf kulinarischer Seite die Bierwelt Bayreuths. In den Fachvorträgen ging es darum, wie wichtig und vielfältig einsetzbar digitale Mittel im Tourismusmarketing sind. Für den BVGD nahm Vorstandsmitglied Beate Krauße teil.

Die Referenten zeigten “Best-Practice”-Beispiele mehrerer deutscher Welterbestätten, z. B. des Aachener Doms. Mithilfe eines digitalen Buchungssystems werden dort jährlich mehr als 8.000 Domführungen, 3.500 Domschatzführungen und 4.500 Stadtführungen geplant und koordiniert. Wie man Welterbestätten per digitaler App erkunden kann, wurde am Beispiel Hamburg – Speicherstadt vorgestellt. Oder die Nutzung von Apps in freier Natur anhand der „App – in den wilden Wald“ des Weltnaturerbes Buchenwälder. Beeindruckend war auch das professionelle Marketing-Video der Höhlen- und Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb.

Claudia Schwarz, die  Vorsitzende des UNESCO-Welterbestätten Deutschland e. V. stellte das Europäische Netzwerk der nationalen UNESCO-Vereine vor. Anschließend besprachen die Teilnehmer in Workshops, wie man die vielen digitalen Möglichkeiten im Alltag professionell umsetzen kann. Beim Thema Gästeführungen ging es vor allem um die Planung von Führungen mittels digitaler Systeme. Dass eine App keinen Gästeführer ersetzen kann, war bei den Teilnehmern dabei unumstritten.

Bericht: BVGD-Vorstandsmitglied Beate Krauße